Mit Kindern der Natur und Umwelt auf der Spur
Umwelt- und Naturerziehung
Natur ist die uns umgebende, von den Menschen nicht geschaffene Welt, die den Naturgesetzen unterliegt, z.B. Pflanzen und Tiere. Als Umwelt verstehen wir die Gesamtheit der Faktoren, die auf einen Organismus von außen einwirken und ihn beeinflussen. Kinder brauchen eine Umwelt, die ihren Bedürfnissen nach Aktivität und selbstständigem Handeln entgegenkommt. Durch ein systematisches Erforschen der Umwelt lassen sich Verbindungen zur mathematischen und naturwissenschaftlichen Bildung herstellen. Es gilt, dieses Potenzial zu nutzen und ihnen eine Vielfalt von Bewegungs- und Gestaltungsmöglichkeiten in und mit der Natur zu öffnen. Die Umwelterziehung bietet die Möglichkeit zur Entwicklung von Werthaltungen, z.B. wie gehe ich mit der Natur um und welche Rolle nehme ich ihr gegenüber ein?
Denn man schützt nur, was man liebt; man liebt nur, was man kennt!
Ziele der Umwelt- und Naturerziehung:
Ø die verschiedenen Sinne werden sensibilisiert. Jeder Sinn für Schmecken, Riechen, Tasten, Hören und Sehen und der Sinn für Bewegungsabläufe ist von Geburt des Kindes an durch eine Vielfalt kindgemäßer Anreize aus der Umwelt herauszufordern und zu pflegen.
Ø die Kinder lernen die Zusammenhänge zwischen Natur und Umwelt selbst zu entdecken und sich damit auseinanderzusetzen.
Ø durch umweltbezogenes Tun und Reden erweitern sie ihre Kenntnisse von der Welt, in der sie leben, und vertiefen ihr Verständnis von Lebenszusammenhängen (Lernen durch Leben).
Ø der Umgang mit Naturmaterialien kann die Phantasie und Kreativität der Kinder in hohem Maße anregen.
Ø Förderung der Intelligenz- und Denkentwicklung
Ø Entwicklung der verschiedenen Beziehungsebenen (zwischen Mensch- Mensch, Mensch- Natur/ Umwelt und die Auseinandersetzung mit sich selbst).
Ø verschiedene Fähigkeiten werden entwickelt durch das Beobachten, Beschreiben, Erklären, Verstehen und Handeln.
Ø Verbesserung der Fähigkeit, Wahrgenommenes mit erweiterten Erfahrungen zu verknüpfen.
Ø Verbindung der Wahrnehmung, Denk- und Spracherziehung.
Ø die Neugierde wird geweckt durch verschiedene Fragestellungen.
Ø Persönlichkeitsentwicklung
Um unsere Kinder für die Natur und Umwelt zu sensibilisieren, bieten wir ihnen:
Ø ein naturnahes Außengelände mit Rückzugsmöglichkeiten und Raum zum selbstständigem, phantasievollem Spiel
Ø Waldtage in verschiedenen Jahreszeiten
Ø Spaziergänge und Ausflüge
Ø situationsbezogene Beschäftigungen (z.B. bei Schnee)
Ø Entscheidungsfreiheit bei der Wahl der Spiel- und Arbeitsmaterialien sowie der Funktionsräumen.
Ø Themenprojekte (z.B. vom Apfel zum Saft)
Ø Sachgespräche
Ø Literacy Erziehung (z.B. Sachbücher)
Ø Experimente und Beobachtungen
Ø häusliche Beschäftigungen
Ø Anleitung zum Umweltschutz (z.B. Mülltrennung)
Ø Feste und Feiern zu verschiedenen Jahreszeiten
Ø Freiraum für Rollenspiele
Ø Basteln mit Naturmaterialien (z.B. Erstellen von Collagen)
Leben lernen
Von der Sonne lernen – zu wärmen,
von den Wolken lernen – leicht zu schweben,
von dem Wind lernen – Anstöße zu geben,
von dem Baum lernen – standhaft zu sein.
Von den Blumen das Leuchten lernen,
von den Steinen das Bleiben lernen,
von den Büschen im Frühling Erneuerung lernen,
von den Blättern im Herbst das Fallenlassen lernen,
von dem Sturm die Leidenschaft lernen.
Vom Regen lernen – sich zu verströmen,
von der Erde lernen – mütterlich zu sein,
vom Mond lernen – einer von vielen zu sein,
von den Jahreszeiten lernen –
dass das Leben immer von neuem beginnt…..
Ute Latendorf
©2012 Elsenfeld www.elsenfeld.de
